Bei Anruf kein Taxi

Teil 5 der Reihe „Stadtratsgeflüster“. Wir beschäftigen uns mit der touristischen Entwicklung von Görlitz. Im Gespräch blicken die Stadträte Andreas Kolley und Mike Altmann sowohl zurück als auch nach vorn.

Blick nach vorn am Berzdorfer See

Teil 2 der Reihe „Stadtratsgeflüster“. Wir beschäftigen uns mit der Entwicklung am Berzdorfer See.

Berzi-Bilanz 2019-2024

Start der Reihe „Stadtratsgeflüster“. Wir beschäftigen uns mit Stadtentwicklung, Verkehr und Tourismus. Was haben wir in den letzten fünf Jahren erreicht, wo wollen wir noch hin?

Wie weiter in Deutsch Ossig?

Anlieger und Gewerbetreibende aus Deutsch Ossig trafen sich in dieser Woche mit Vertretern von drei Fraktionen des Stadtrates, der Verwaltung und der LMBV am Berzdorfer See. Für Motor Görlitz/Bündnisgrüne war Andreas Kolley am Lagerfeuer dabei.

Thema war das weiterhin fehlende Baurecht. Da die Straße nach Deutsch Ossig nicht gewidmet ist, kann nicht gebaut werden, drohen denkmalgeschützte Gebäude einzustürzen. Deshalb stellten die Anlieger die Fragen: Wie kann Baurecht hergestellt werden? Unter welchen Bedingungen würde eine Stadtratsmehrheit einer Widmung zustimmen? Gibt es Zwischenlösungen? Wie ist die zeitliche Perspektive für die Anlieger, die bauen möchten?

Begründet wird die Ablehnung der Widmung von einer Mehrheit im Stadtrat bislang mit Sicherheitsaspekten. Man befürchtet zum Beispiel ein Parkchaos, da bei einer gewidmeten Straße nicht wie bisher ein Sicherheitsunternehmen die Parkeinnahmen kassieren und für Ordnung sorgen kann. Ideal wäre es ohnehin, wenn die Straße nach Deutsch Ossig von der Promenade für Fußgänger, Radler und Freizeitsportler getrennt wäre. Dafür gibt es schon einen Plan, dem der Stadtrat zustimmen könnte. Allerdings fehlt das Geld für den Bau. Die LMBV kann es nicht übernehmen. Fördermittel sind nicht in Sicht.

Die konstruktive Runde vereinbarte, dass das Thema „Widmung“ im Technischen Ausschuss in öffentlicher Sitzung nochmals behandelt wird. Dann haben alle Fraktionen die Gelegenheit, sich erneut intensiv damit zu befassen – auch mit den Folgen für Deutsch Ossig, wenn weiterhin kein Baurecht gilt. Ein herzlicher Dank geht an Ralf Richter von Carari für die Initiative zu diesem Treffen.

Kiesabbau in Hagenwerder: Vertrauen verspielt

3. März 2021. Aufregung bei Marianne Thiel auf der „Ranch am See“ in Hagenwerder, nah am Berzdorfer See. Auf dem Feld gegenüber rollt ein Bagger an. Der Kiesabbau, gegen den sich die Ortschaft lange gewehrt hatte, beginnt. Wie kam es zur „überraschenden“ Genehmigung für den Tagebau am Ortsausgang Hagenwerder? Nach den vorliegenden Dokumenten seit 2009, Gesprächen vor Ort und weiteren Recherchen zum Kiesabbau, ergibt sich für uns folgende Chronologie der Ereignisse:

 

  • Im Jahr 2009 läuft ein Raumordnungsverfahren der Landesdirektion Sachsen mit Sitz in Chemnitz. Die Heim Niederschlesische Kieswerke GmbH & Co. KG will 40 Jahre lang an der Neiße zwischen Hagenwerder und Weinhübel jährlich 150.000 Tonnen Kies fördern. Der Abbau ist in vier Abbaufeldern auf 54 Hektar beabsichtigt.
  • Die gesamte Region spricht sich gegen die Pläne aus, mehr als 600 Einwendungen gibt es.
  • Anfang 2010 genehmigt die Landesdirektion trotz aller Bedenken zwei von vier beantragten Abbaufeldern. Es werden insgesamt 14 Auflagen erteilt. (Pressemitteilung Landesdirektion 29.1.2010)
  • Die Empörung ist daraufhin besonders in Hagenwerder groß. Bettina Barthel vom Interessenverein Wohnpark Hagenwerder sagt in der SZ: „Die Einwände der unmittelbar betroffenen Anwohner wurden in keiner Weise berücksichtigt. Wir wollen hier keinen Kiesabbau, ob mit oder ohne Auflagen.“ (SZ-Artikel 2.2.2010)
  • Februar 2010: Im Stadtrat erklärt Bürgermeister Michael Wieler laut Protokoll: „Durch die Landesdirektion wurden erhebliche Einschränkungen für den Kiesabbau definiert und das Unternehmen muss erst einmal einschätzen, ob sich unter Beachtung dieser Auflagen, ein Abbau des Kieses überhaupt rentiert.“ Offensichtlich geht die Stadtverwaltung Görlitz zum damaligen Zeitpunkt davon aus, das Thema habe sich erledigt.
  • Juni 2010: Eine Bürgerinitiative gründet sich in Hagenwerder und will den Kampf gegen den Kiesabbau bündeln. Die Politik steht geschlossen hinter den Bürgern. So heißt es in der Lausitzer Rundschau: „Die CDU-Görlitz wird alle zur Verfügung stehenden politischen Möglichkeiten, den Kiesabbau zu verhindern, einsetzen„, erklärt der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Octavian Ursu. (Lausitzer Rundschau, 21.6.2010)
  • Frühjahr 2019: Es wird ein Verfahren nach Bergbaurecht vom Oberbergamt mit Sitz in Freiberg auf Antrag der Heim Niederschlesische Kieswerke GmbH & Co. KG eröffnet, vom dem allerdings offenbar niemand außerhalb der Verwaltung erfährt. Zumindest finden sich keinerlei Informationen.
  • Es wird ein Abbaufeld beantragt mit einer Größe von ca. 8,5 Hektar. Bei einer Größenordnung unter 10 Hektar ist kein Planfeststellungsverfahren und somit keine öffentliche Beteiligung nötig.
  • Die zuständigen Behörden werden um Stellungnahmen gebeten. Stadt Görlitz und Landkreis Görlitz – wie wir uns erinnern 2009/10 komplett gegen den Abbau – haben keine gravierenden Einwände. Der Stadt geht es nur noch um eine vernünftige Anbindung an die B99. Umweltamt und Gesundheitsamt des Landkreises und weitere zuständige Stellen sehen scheinbar keine Gefahr für Menschen, Tiere und Natur.
  • 2019/20: Nachdem Marianne Thiel von der benachbarten „Ranch am See“ beobachtet, wie Bodenproben für den Kiesabbau genommen werden, fragt sie bei der Stadtverwaltung Görlitz. Dass eine Genehmigung für einen Tagebau vis-a-vis ihrem Grundstück beantragt wurde, erfährt sie nicht. Auch der Ortschaftsrat Hagenwerder wird nicht hinzugezogen. Ebenso finden sich keine Hinweise, dass im Stadtrat oder den zuständigen Ausschüssen informiert wurde.
  • Sommer 2020: Die Gerüchteküche brodelt. Kommt der Kiesabbau doch noch? Die SZ erinnert sich in ihrem heutigen Beitrag: „Denn die Kiesgruben zwischen Sportzentrum und Freibad Hagenwerder waren ausgebeutet. Die SZ fragte damals sowohl im Görlitzer Rathaus als auch im Landratsamt nach, ob man dort von Abbauplänen wisse. Das war nicht der Fall.“ Merkwürdig, hatten beide Behörden doch bereits ihre Stellungnahmen abgegeben bzw. waren über das Genehmigungsverfahren informiert. (SZ-Artikel 5.3.2021, Abo)
  • Ende Dezember 2020: Da es keine Einwände gibt, kommt die Genehmigung zum Abbau am Ortseingang Hagenwerder für zwei Jahre mit Verlängerungsoption auf maximal fünf Jahre. Die Stadtverwaltung Görlitz erhält im Januar die schriftliche Information vom Oberbergamt.
  • 28.1.2021: Im Görlitzer Stadtrat wird der Flächennutzungsplan diskutiert. Aus dem Protokoll: „Einen Konfliktpunkt sieht Prof. Schulze (Fraktion BfG) bei Naturschutzgebieten und Freiräumen in der Flächennutzungsplanung. Ein Abschnitt im Flächennutzungsplan beschäftigt sich mit der Rohstoffgewinnung, konkret mit dem Kiesabbau in Hagenwerder. Er möchte die Gelegenheit nutzen, in der Zukunft gerade auf diesen Punkt die Aufmerksamkeit zu richten. Konflikte sieht er auch hier bei angrenzenden Naturschutzgebieten und der touristischen Entwicklung am Berzdorfer See.“ Zu diesem Zeitpunkt sollte die Stadtverwaltung über die Genehmigung des Kiesabbaus informiert gewesen sein. Dem Stadtrat wird es vorenthalten.
  • 10.2.2021: In einer nichtöffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses informiert Bürgermeister Wieler über die Genehmigung zum Kiesabbau. Diese sei nach seiner Aussage völlig überraschend gekommen.
  • 25.2.2021: Keine Information zum Kiesabbau in der öffentlichen Stadtratssitzung durch den Oberbürgermeister.
  • 3.3.2021: Beginn der Baggerarbeiten für den Tagebau. Bis dahin keine Information des Ortschaftsrates und der Einwohner von Hagenwerder.

 

Sieht es an der B99 künftig so aus, wie in der alten Anlage der Heim Niederschlesische Kieswerke GmbH & Co KG?

Kommunalpolitische Einordnung aus Sicht der Fraktion Motor Görlitz/Bündnisgrüne

Zunächst das Positive: Der Widerstand gegen den unglaublichen Plan, auf einer Strecke von Hagenwerder bis Weinhübel, einen Tagebau zu errichten, der 40 Jahre lang Kiessand abbaggern sollte, ist nicht umsonst gewesen. Es gab vor gut zehn Jahren einen vorbildlichen Zusammenhalt von Bürgerschaft, Stadt und Landkreis, Umweltschützern und Wirtschaftsverbänden. Von einstmals 54 Hektar sind „nur“ noch 8,5 Hektar übriggeblieben. Statt 40 Jahre wird maximal fünf Jahre gegraben. Und dennoch bleibt der schale Beigeschmack, dass Hagenwerder und einzelne Anlieger am Abbaugebiet alleingelassen wurden. Vertrauen wurde verspielt durch die Stadtverwaltung Görlitz. Als im Frühjahr 2019 das Genehmigungsverfahren vom Oberbergamt eröffnet wurde, hätte der Ortschaftsrat Hagenwerder informiert und angehört werden sollen. Selbst wenn es nach strenger Auslegung der Gesetze nicht zwingend nötig wäre. Aber allein wegen der Vorgeschichte und des aufopferungsvollen Kampfes halten wir es für eine moralische Verpflichtung. Vertrauen wurde auch beim Stadtrat verspielt, der 2019 ebenfalls keine Informationen darüber erhielt, dass es ein Genehmigungsverfahren gibt.

Die Stadtverwaltung hat dem Antrag 2019 nicht zugestimmt, wie uns Bürgermeister Michael Wieler mitteilte – mag sein. Aber sie hat auch nicht vehement widersprochen und damit Hagenwerder allein gelassen. Obwohl es gute Gründe gab zu intervenieren. Zehn Jahre nach dem ersten Genehmigungsverfahren der Landesdirektion hat sich vieles entwickelt, das nun unter dem Tagebau leiden wird, wie die „Ranch am See“. Dort muss Unternehmerin Marianne Thiel nun erleben, dass man in Deutschland für einen 20 Meter tiefen Tagebau offenbar weniger bürokratische Steine aus dem Weg räumen muss als für einen Ponyhof.

Die Auswirkungen der Genehmigung zum Kiesabbau sind heute noch nicht absehbar. Wir befürchten, dass es die Entwicklung von Hagenwerder zum attraktiven Ort am See um viele Jahre zurückwirft. Auch für das Naherholungsgebiet Berzdorfer See ist die Anlage Gift.

Umso ärgerlich ist die fehlende Transparenz des Rathauses, die sich bis heute fortsetzt. Es verstößt gegen die Sächsische Gemeindeordnung, dass der Stadtrat vom Oberbürgermeister nicht über die Genehmigung für den Tagebau informiert wurde. Stattdessen wurde eine nichtöffentliche Ausschusssitzung genutzt, deren Inhalte unter die Verschwiegenheitspflicht fallen. Dass einmal mehr weder Ortschaftsrat noch Anlieger informiert wurden, rundet das Bild ab: Es fehlt der Verwaltungsspitze an der grundsätzlichen Bereitschaft, jede wichtige Entwicklung mit den Menschen zu besprechen, die betroffen sind. Das ist Voraussetzung für jegliche Bürgerbeteiligung.

Ist der Tagebau noch zu verhindern? Die Chancen stehen schlecht, wenn man realistisch ist. Es wird sicherlich eine anwaltliche Beratung von Anliegern geben. Unsere Fraktion hat die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz eingeschalten. Von den Fachleuten erhoffen wir uns Auskünfte, ob durch den Kiesabbau das in der Nähe befindliche Vogelschutzgebiet beeinträchtigt wird. In einem solchen Fall könnte eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine öffentliche Beteiligung erfolgen, unabhängig von der Größe des Abbaufeldes.

 

Was lange währt – Wasser marsch am Berzi

Dieser Beitrag handelt davon, wie schwierig es ist, klare Antworten auf einfache Fragen zu bekommen. Und er ist ein Stück Transparenz für alle, die sich dafür interessieren, warum bestimmte Dinge eine gefühlte Ewigkeit brauchen in Görlitz.

Anfang Mai 2020 trafen sich vier Mitglieder unserer damals noch gar nicht gegründeten Fraktion am Berzdorfer See in Deutsch Ossig mit Angelika und Ralf von Carari, die auch das gegenüberliegende ehemalige Pfarrhaus mit neuem Leben füllen wollen. Deren große Bitte hieß: Endlich ans Wasser und Abwasser angeschlossen werden, damit die Plackerei aufhört. Jahrelang mussten Wasserkanister geschleppt werden. Sehr oft wurden sie in dieser Zeit von der Stadtverwaltung vertröstet. Doch im Sommer 2020 sollte alles besser werden. Schließlich waren die nötigen Baumaßnahmen bereits Ende 2018 abgeschlossen. Sprich: Die Leitungen lagen zum Zeitpunkt unseres Gespräches schon 18 Monate an, es fehlte der letzte Schritt zum Anschluss.

Also kümmerten wir uns und fragten am 13. Mai im Technischen Ausschuss nach. Da die ersten Aussagen von Amtsleiter Torsten Tschage etwas unklar waren, wurde nachgehakt: Wird der Anschluss noch im Sommer realisiert oder müssen die Gewerbetreibenden in Deutsch Ossig eine weitere Saison Kanister schleppen? Die dann eindeutige Antwort: Im Juli kann die Umsetzung erfolgen, also noch in der neuen Saison.

Daraufhin war für uns das Thema eigentlich erledigt. Zumal es in der Stadtratssitzung am 16. Juli eine positive Vollzugsmeldung dazu gab. Andreas Kolley aus unserer Fraktion zeigte sich darüber erfreut, mahnte aber an, dass wir mehr Tempo am See brauchen. Die Bürokratie benötigte tatsächlich eineinhalb Jahre, um alle rechtlichen Dinge zwischen LMBV, Stadt Görlitz und Stadtwerken zu klären. Nun aber sei es vollbracht, so die Verwaltung. Die Anlagen gehen in Pacht an die SWG und damit könne das Wasser laufen.

Umso überraschter waren wir, als es im September die Info gab, dass noch immer kein Anschluss realisiert sei. Andreas Kolley fragte abermals nach. Diesmal in der Stadtratssitzung am 25. September. Warum sind die Anlieger in Deutsch Ossig am Berzdorfer See noch immer nicht an Wasser/Abwasser angeschlossen, obwohl bereits im Juli die Angelegenheit abgeschlossen sein sollte?

Daraufhin erklärte OB Ursu, dass er diese Frage nicht nachvollziehen könne, da er in selbiger Angelegenheit bereits eine Dankes-Mail erhalten habe. Es herrschte kurz Verwirrung in unserer Fraktion. Noch in der Sitzung bekamen wir aber die Info von den See-Anrainern: Es liegt noch nichts an. Aber es habe nun zumindest Post von den Stadtwerken gegeben, mit Infos zu den nächsten Schritten. Denn um den Anschluss selbst müssen sich die Anlieger kümmern. Um herauszubekommen, warum wir im Stadtrat offensichtlich Infos erhielten, die mit der  Lebenswirklichkeit am See nicht übereinstimmten, traten wir nochmals mit Fragen an den OB heran, die er schriftlich beantwortete:

  1. Da unsere Informationen und die der Verwaltung offensichtlich andere sind, bitten wir um eine stichpunktartige Aufführung der zeitlichen Abfolge von Maßnahmen im Jahr 2020 inkl. derjenigen der Stadtwerke Görlitz.

Antwort OB Ursu: „Die technischen Voraussetzungen für den Anschluss sind geschaffen worden. Mit der Stadtwerke Görlitz AG ist die Stadt Görlitz zu Details des Pachtvertrages noch in Abstimmung, die Grundsätze sind geklärt. Der Pachtvertrag wird auch rückwirkend geschlossen.

Von den vier abgeschlossenen Vorverträgen (im Rahmen des Baus der Erschließungsanlagen) mit den anliegenden Grundstückseigentümern wurde von zwei Eigentümern bzw. zu drei Objekten Anträge an die Stadtwerke Görlitz AG (Eingang: 06/2020) und Antragsverfahren nach der Abwassersatzung der Stadt Görlitz (Eingang: 23.09.2020/13.10.2020) gestellt. Die technischen Abstimmungen mit der Stadtwerke Görlitz AG und den Eigentümern finden zurzeit statt. Dies ist ein übliches Prozedere bei Neuanschlüssen von Grundstücken.“

  1. Gleichzeitig bitten wir um eine Begründung, warum sich das Verfahren nochmals verzögerte. Im Technischen Ausschuss vom 13.5.2020 hieß es auf Nachfrage von Herrn Altmann lt. Protokoll: „Herr Tschage entgegnet, dass im Mai/Juni die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, sodass der tatsächliche Anschluss im Juli stattfinden kann.“

Antwort OB Ursu: „Für die Trinkwasserversorgung sind die Anschlussverträge nach Auskunft der Stadtwerke Görlitz AG bereits unterzeichnet.“

Aufmerksame Leserinnen und Leser könnten einwenden, dass die Antworten nicht unbedingt die Fragen beantworten. Das deckt sich mit unserem Eindruck.

 

Am 13. November 2020, also weit nach Ende der Saison, postete Angelika erleichtert, dass es nun endlich einen Wasseranschluss gibt. Am Ende zählt das Ergebnis? Jein. Wir freuen uns mit den Gewerbetreibenden am Berzdorfer See, dass es in Deutsch Ossig nach vielen Jahren des Kanisterschleppens nun endlich fließendes Wasser aus dem Hahn gibt. Nicht einverstanden sind wir mit der Informationspolitik der Verwaltung. Wir erhielten entweder falsche Aussagen oder Antworten, die zwar mit dem Thema zu tun hatten, aber keine unserer Fragen wirklich beantwortete. Dies ist leider kein Einzelfall und sorgt für einen Vertrauensverlust zwischen Verwaltung und Stadtrat. Als ehrenamtliche Stadträte sind wir darauf angewiesen, dass die Infos aus dem Rathaus stimmen. Vertrauen ist das Fundament für ein Haus des Miteinander.

 

Fotos: Carari