Anlieger und Gewerbetreibende aus Deutsch Ossig trafen sich in dieser Woche mit Vertretern von drei Fraktionen des Stadtrates, der Verwaltung und der LMBV am Berzdorfer See. Für Motor Görlitz/Bündnisgrüne war Andreas Kolley am Lagerfeuer dabei.

Thema war das weiterhin fehlende Baurecht. Da die Straße nach Deutsch Ossig nicht gewidmet ist, kann nicht gebaut werden, drohen denkmalgeschützte Gebäude einzustürzen. Deshalb stellten die Anlieger die Fragen: Wie kann Baurecht hergestellt werden? Unter welchen Bedingungen würde eine Stadtratsmehrheit einer Widmung zustimmen? Gibt es Zwischenlösungen? Wie ist die zeitliche Perspektive für die Anlieger, die bauen möchten?

Begründet wird die Ablehnung der Widmung von einer Mehrheit im Stadtrat bislang mit Sicherheitsaspekten. Man befürchtet zum Beispiel ein Parkchaos, da bei einer gewidmeten Straße nicht wie bisher ein Sicherheitsunternehmen die Parkeinnahmen kassieren und für Ordnung sorgen kann. Ideal wäre es ohnehin, wenn die Straße nach Deutsch Ossig von der Promenade für Fußgänger, Radler und Freizeitsportler getrennt wäre. Dafür gibt es schon einen Plan, dem der Stadtrat zustimmen könnte. Allerdings fehlt das Geld für den Bau. Die LMBV kann es nicht übernehmen. Fördermittel sind nicht in Sicht.

Die konstruktive Runde vereinbarte, dass das Thema „Widmung“ im Technischen Ausschuss in öffentlicher Sitzung nochmals behandelt wird. Dann haben alle Fraktionen die Gelegenheit, sich erneut intensiv damit zu befassen – auch mit den Folgen für Deutsch Ossig, wenn weiterhin kein Baurecht gilt. Ein herzlicher Dank geht an Ralf Richter von Carari für die Initiative zu diesem Treffen.